Start Anschlussbahn AW Borsigstraße
21.05.2012

Nachnutzung der Richthalle des ehemaligen Ausbesserungswerkes der DB Braunschweig Borsigstraße



  aurelis

                aurelis Asset GmbH       

Das Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerkes (AW) Braunschweig liegt im Braunschweiger Stadtgebiet. Das Werksgelände Borsigstraße befindet sich unmittelbar südlich des Rangierbahnhofes Braunschweig und der DB-Strecke 1911.

Das Werk wurde 1924 bis 1927 errichtet und galt als größtes und bedeutendstes Werk der staatlichen Eisenbahn in Deutschland.
Die Liegenschaft ist u.a. mit zwei Werkhallen Baujahr 1925 bebaut. Nach seiner Stilllegung im Jahr 1977 wurden Teile des Werkes einer Nachnutzung zugeführt.

Die Halle 1 wurde seit Aufgabe der DB Nutzungen von verschiedenen Firmen zumeist als Lagerfläche genutzt und stand viele Jahre leer. In der Halle ist heute ein Betriebsteil der Signalwerke Wuppertal ansässig.

Eine Gleisbedienung der Halle fand seit dem Ende der Nutzung als Ausbesserungswerk nicht mehr statt. Die ehemals vorhandenen Gleise und Arbeitsgruben in der Halle 1 wurden 1980/1981 im Zuge der Nutzung als DB Brückenbauhof größtenteils rückgebaut.

Die aurelis Asset GmbH, hervorgegangen aus einer Bahntochtergesellschaft, ist Besitzer des Grundstückes und vermietet im Rahmen der Vermarktung des Geländes die Halle 1 an die Firma Alstom Transport Deutschland GmbH als Hersteller von Schienenfahrzeugen für den deutschen und internationalen Markt.

Die Alstom Transport Deutschland GmbH nutzt die Halle als Service- und Wartungszentrum zur leichten und schweren Instandhaltung und Instandsetzung von elektrischen Triebwagen und Diesellokomotiven. Daher wurde ein Ausbau der Halle 1 und eine Änderung der Gleisanlage zum Anschluss an die vorhandene Gleisinfrastruktur notwendig. Alle Bauaktivitäten wurden dabei von der aurelis veranlasst.

Im Zusammenhang mit dem Hallenumbau entstanden innerhalb der Halle vier neue Gleise. Drei Gleise sind für die Wartungs- und Reparaturarbeiten vorgesehen, auf dem vierten werden Lackierarbeiten stattfinden. Um die reparierten Fahrzeuge in der Halle auch in Betrieb setzen zu können, wird in der Zeit nach dem Einzug ein mit 15kV ausgestattetes fünftes Inbetriebsetzungsgleis eingerichtet.
In einem Gleis wurde eine Radsatzlastwaage installiert. Der im Außenbereich vorhande Waschplatz für Schienenfahrzeuge wurde instandgesetzt.

Unter der Berücksichtigung der notwendigen Außenanlagen, Zufahrten, Abstellflächen, Ver- und Entsorgungsbereiche und der Gleisanbindung wurde es erforderlich Teile der alten Gleisanlagen zurückzubauen. Zudem wurde für die Anlieferung von Schienenfahrzeugen per Schwerlasttransport eine rückwärtige Zufahrt zur Halle 1 errichtet. Die Einbindung wurde so gestaltet, dass die angelieferten Triebfahrzeuge direkt in die Halle einfahren können.

Die Zufahrts- und Sicherheitswege (Krankentransport und Feuerwehrzufahrt) sowie der Anlieferungsweg für die Zustellung defekter Schienenfahrzeuge per Straßentransport wurden so gestaltet werden, dass ein Überfahren der Gleise ungehindert möglich ist.

Die Logistikfläche für das Ersatzteilgeschäft umfasst 3.000 Quadratmeter. Die Büros bieten Platz für bis zu 100 Mitarbeiter.

Inbetriebnahme: April 2011
Bauvolumen ca. Mio. Euro


000001003004005007008009010011012014015016017018019020021022023024025027028029030031032033


Unsere Leistungen:

 Vermessungstechnisches Aufmass des Geländes

 Entwurfsplanung

 Genehmigungsplanung

 Ausführungsplanung

 Ausschreibung der Bereiche Verkehrsanlagen Gleisbau und Straßenbau

 Bauüberwachung und Bauoberleitung

 
Warenwirtschaft mit System EPF
BildergalerieReferenzen